Fische aufbewahren, zerteilen und filetieren
Fisch richtig lagern
Bevor du einen Fisch lagerst, mach ihn immer küchenfertig – also: falls nötig schuppen, Kiemen entfernen, ausnehmen und waschen. So kannst du ihn bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren oder direkt einfrieren.
Tipp fürs Einfrieren: Fisch vorher portionieren! Das spart Platz, und nach dem schnellen Auftauen kannst du sofort loslegen.
Wichtig: Frischer Fisch lässt sich viel leichter verarbeiten als aufgetauter – das Fleisch wird nach dem Einfrieren weicher und weniger stabil. Deshalb unbedingt die Grätenbehandlung vor dem Einfrieren erledigen!
In welche Stücke teile ich den Fisch?
Fisch im Ganzen
Kleine Fische bis ca. 30 cm kannst du im Ganzen lassen – das ist eine typische Portionsgröße für eine Person.
Fisch halbiert (gespalten)
Der Fisch wird vom Kopf bis zum Schwanz horizontal durchgeschnitten. Das ist eher etwas für Fortgeschrittene und wird zum Beispiel in fränkischen oder oberpfälzischen Gasthäusern häufig so angeboten. Schneidet man eine Hälfte nochmals durch, bekommt man Viertel (= Kopfstück + Schwanzstück).
Fisch in Scheiben
Den küchenfertigen Fisch mit einem Wellenschliff-Messer in gleichmäßige Scheiben schneiden. Gleiche Dicke = gleiche Garzeit! Bei Karpfenartigen (Cypriniden) erst die Grätenbehandlung durchführen, dann erst in Scheiben schneiden.
Filetieren
Beim Filetieren schneidest du das reine Fischfleisch von beiden Seiten (Flanken) des ausgenommenen Fisches ab. Wie genau das geht, hängt von der Fischart und ihrer Körperform ab.
Vor dem Filetieren: Ausnehmen oder nicht?
Empfehlung: Fisch vorher ausnehmen! Dabei kannst du nämlich gleichzeitig deinen Fischbestand im Gewässer beobachten:
- Gibt es Parasiten in der Leibeshöhle?
- Ist der Fisch gut ernährt?
- Was steckt im Magen oder Darm? → Perfekte Infos für deine Köderauswahl!
- Sind Rogen oder Milch vorhanden? Die schmecken übrigens sehr lecker zubereitet!
Achtung: Keinen Barbenrogen verarbeiten – der ist ungeeignet!
Quiz: Fische aufbewahren, zerteilen und filetieren
Teste dein Wissen – damit du genau weißt, wie du deinen Fang richtig lagerst und verarbeitest.