Artenschutz

Fischerjugend und Umwelt

Angeln gehen – Natur verstehen!

Dieser Slogan vereint in der Bayerischen Fischerjugend bayernweit mehr als 30.000 Jungangler. Die Fischerjugend agiert im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Junge Fischer haben sich in den Jugendgruppen der Angelvereine zusammengeschlossen, um gemeinsam unserere Gewässer zu hegen und zu pflegen.

Ohne die Arbeit der Fischereivereine und der Jugendgruppen würden viele Gewässer nicht in der ökologischen Verfassung sein, wie sie es heute sind.

Im Projekt „Fischer machen Schule“ begleiten Multiplikatoren der Fischerjugend Schulklassen an ihr Heimatgewässer. Hier lernen Kinder ihre heimischen Fischarten, Fischnährtiere udn andere Gewässerbewohner praktisch kennen. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung führen die Kinder eine biologische Gewässeruntersuchung durch. Mit dem bereitgestellten Material der Fischerjugend kann die Lehrkraft anschließend im Klassenzimmer das Erlebte theoretisch nachbereiten.

Das Brutboxenprojekt der Fischerjugend hilft den Fischen bei hrer Fortpflanzung. Die Kinder und Jugendlichen setzen Fischbrut in Brutboxen in ihr Vereinsgewässer ein. Dies ist notwendig, weil die Rahmenbedingungen für eine natürliche Produktion von Salmoniden oftmals nicht gegeben sind. Die Jungfischer kontrollieren und überwachen die Eier und entfernen verpilzte oder nicht befruchtete Eier. Sie reinigen die Brutboxen und dokumentieren die Ergebnisse.

Die Kinder und Jugendlichen bauen Zandernester und weitere Laichhilfen. Die strukturverbessernden Maßnahmen schaffen für viele Fischarten optimale Laichplätze: Wasserwurzeln von Weide und Erle sind meist nicht vorhanden. Jungfischer bringen für die natürliche Reproduktion der Fischarten zum Beispiel Weiden- und Erlenwurzeln als natürliches Laich-substrat ein. Künstliche Substrate sind zum Beispiel Jutematten oder altes Netzmaterial.

 

 

Viele Jugendgruppen übernehmen Bachpatenschaften. Die Jungangler führen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität der Fische, Muscheln und Gewässerinsekten durch. Sie bringen Totholz und Struktursteine ein und reinigen Kiesbette und Laichplätze. Dies ist wichtig, weil die Kiesbänke oftmals verschlammen und verhärten. Gerade für Salmoniden, welche Kieslaicher sind, ist eine instakte Kiesbank essentiell für die natürliche Fortplanzung.

Die Jungangler setzen sich zudem für intakte Wanderhilfen ein. Bei sogenannten Patenschaften für Wanderhilfen stellen Kinder und Jugendliche die Druchlässigkeit der Fischaufstiegsanlagen wieder her. Oftmals sind Fischtreppen mit Ästen und anderem Material verstopft. Hier schafft ein Rechen Abhilfe – eine regelmäßige Kontrolle ist obligatorisch. Wenn die Kinder und Jugendlichen eine massive Beeinträchtigung der Funktionsweise feststellen, melden sie diese an den Unterhaltspflichtigen.

Ein ganz zentraler Punkt im Jahresprogramm stellt die Kiesbettreinigung dar. Forellen und andere Salmoniden benötigen lockeren und nicht verschlammten Kies zur Fortpflanzung. Ist dieser Kies nicht vorhanden, bringen die Jungangler diesen Kies in das jeweilige Gewässer ein. Sie richten mit Spaten und Schaufeln geeignete Kiesbänke her und schaffen Strömungen durch Totholz und Flussbausteine.

Jungangler untersuchen gemeinsam mit ihren Jugenleitern die Gewässer. Bei der biologischen Gewässeruntersuchung bestimmen die Kinder anhand von Kleintieren (z.B. Bachflohkrebs) die Gewässergüte. Bei der chemischen Gewässeruntersuchung bestimmen die Kinder die Gewässergüte anhand chemischer Parameter.

Die Jugendgruppen veranstalten Rama Damas. Bei diesen Aufräumeevents wird Müll im und am Gewässer entfernt.

Angeln führt zu einem natürlichen und biologischen Lebensmittel. Hierdurch können sich die Jungfischer mit nachhaltigem und regionalem Fisch versorgen. Sie müssen keine überfischten Meeresfisch essen.

Durch den heimischen Fischfang wird Co2 und Energie eingespart – Der Fisch muss nicht um die halbe Welt gefahren werden. Energiekosten werden gesenkt, wenn der Fisch nicht eingefroren und direkt nach dem Fang verarbeitet wird.

 

 

Hier geht es um das richtige „Lesen eines Gewässers“. Was fällt Euch auf? Was könnte wichtig sein im Sinne der Hege und Pflege und des Gewässerschutzes? Besonderheiten / Auffälligkeiten?

Klicke die Kuverts an und es folgen weitere Informationen!

Erst was man kennt und beobachtet, kann auch gehegt und gepflegt werden. Angelvereine hegen und pflegen ihre Gewässer, um einen möglichst natur- und umweltgerechten Fischbestand zu erhalten und aufzubauen. Erst wenn vieles stimmt, kommt die Natur ins Gleichgewicht zurück. Einige Jugendgruppen erhalten von ihrem Verein ein „eigenes“ Jugendgewässer. Meist ein kleiner Bach oder ein Abschnitt eines Gewässers, an dem die Jugendgruppe ihre Vorstellungen (auch in Zusammenarbeit mit den Erwachsenen und dem Gewässerwart) von Hege und Pflege planen, umsetzen und beobachten kann.  

Warum wandern Fische?

Für Fische gibt es mehrere Gründe ihren Rucksack zu packen:

Was hindert Fische an ihrer Wanderung?

Was hindert Fische an Ihrer Wanderung?

Der Bau von funktionsfähigen Wanderhilfen, die Fischen und anderen Gewässertieren ein Überwinden der Wehre und Kraftwerke ermöglichen, ist ein zentrales Anliegen des Arten- und Gewässerschutzes – Verbesserung der Lebensgrundlagen.

Welcher Weg ist der richtige?

leider der falsche Weg.
leider nicht richtig.
JA - genau richtig!!!

Wir Angler schaffen Laichplätze – auch mit einfachsten Mitteln: mit Schaufeln und Rechen!

Bestimme gute Laichplätze, im Bereich von…
2 / 3 / 4  |  13 / 14 / 15   |  23 / 24 / 25   |  30 / 31 / 32
40 / 41 / 42  |  46 / 47 / 48  |  54 / 55 / 56

In vielen Fließgewässeren mangelt es heute an kiesigen Gewässersohlen mit ausreichender Laichplatzqualität. Gerade kleinere Aufzuchtbäche leiden unter einer Verschlammung und Versandung. Hier kann die Jugendgruppe mit relativ wenig Aufwand, sprich viele Rechen in die Hand nehmen, den Kies wieder hervorholen, auflockern und somit Laichplätze schaffen.

2 / 3 / 4
breit und langsam fließt der Fluss, es bilden sich Kiesbette
13 / 14 / 15
in Kurven auf der Innenseite, es bilden sich Kiesbette
23 / 24 / 25
Außenseite einer Kurve, evtl. zu tief und zu schnell fließendes Wasser
30 / 31 / 32
hier fließt das Wasser zu schnell, es wird kein Fisch hier ablaichen
40 / 41 / 42
Außenseite einer Kurve, evtl. zu tief und zu schnell fließendes Wasser
46 / 47 / 48
hier wird durch intensive Landwirtschaft / Maisanbau vermutlich zuviel E...
54 / 55 / 56
vor der Brücke möglich, nach der Brücke vermutlich zu viel Straßen-Gifts...

Fische „graben“ (bei Fischen heißt das „schlagen“) ihre Eier z.B. in lockeren Kies ein. Ist dieser nicht vorhanden, kann ichnen auch geholfen werden: Schlagt dem Jugendleiter dein Bau einer Brutbox vor und besprecht Eure Idee mit hm.!

Was könnte das sein?

Was könnte das sein?

Was könnte das sein?

Ein Forellenei hat einen Durchmesser von ca. 3 mm. Das Bild zeigt befruchtete Forelleneier, weil man die Augen schon sehen kann. 11.000 Eier entsprechen dem Volumen von einem Liter Wasser.

Fischeier Brutboxen können 500 bis 10.000 Eier aufnehmen. Die im Wasser liegende Brutbox muss regelmäßig kontrolliert werden. Die Beste Zeit, um eine Brutbox ins Wasser zu bringen, ist im Winter.

 

Warum laicht er in einem Nest ab?

Wo sind die 7 Fehler

und hier ist die Lösung

Der Zander liebt trübe, gut sauerstoffgesättigte und nicht zu kalte Gewässer mit hartem bzw.  kiesigem Untergrund. Ein gesunder Bestand an Zandern in einem Gewässer steigert die Wasserqualität. Deshalb ist (nicht nur) für uns Angler die Hege und Pflege der Fischbestände so enorm wichtig.

Da der Zander (wie z.B. auch der Hecht) seine Eier an Strukturen/Substrate unter Wasser anheftet, ist er ein so genannter Haft –/und Substratlaicher (z.B. an Steine, alte Baumstämme und -stöcke im Wasser, Wasserwurzeln von Erlen und Weiden). Der Zander verteidigt sein Nest. Er betreibt Brutpflege!

Wir können ihm beim Nestbau helfen und zum Beispiel ein einfaches, an einen steingebundenes Material/Substrat im Gewässer versenken!

Alte Weihnachtsbäume versenken ist eher ungeeignet – eine zu lockere Struktur, die Eier fallen durch.

Es erfreuen sich nicht nur Angler an der schönen Natur am Gewässer.

Spaziergänger können sich anhand eines Lehrpfads über das Leben unter der Wasseroberfläche informieren!

Ein Fischlehrpfad, der von der Jugendgruppe errichtet wird, bleibt meist von Beschädigungen verschont. Wenn die Schautafeln dann noch das Leben am und im Gewässer anschaulich und interessant darbieten … Ihr werdet sehen, viele werden stehen bleiben und sich informieren.

Auch Du bist kreativ! Was möchtet Ihr diesem Spaziergänger mitteilen? Was interessiert Euch, wenn Ihr ein Gewässer vor Augen seht?
Habt Ihr evtl. einen guten Slogan im Kopf oder ein witziges 2-Zeiler-Gedicht?

Was könnte auf Schautafeln eines Fischlehrpfades für Spaziergänger interessant sein?

Verschiedene Fischarten – Abbildungen
JA – das ist interessant
Pflanzen am Gewässer
JA – das ist interessant
Geschichten rund um das Gewässer
JA – das ist interessant
Vögel in der Landschaft um das Gewässer
hm – könnte zu Verwirrungen führen
Aktivitäten zur Hege und Pflege
JA – das ist interessant
Hinweise auf Gefährdungen (z.B. Freizeitdruck)
hm – könnte zu Verwirrungen führen
Pflanzen unter Wasser
JA – das ist interessant
Besatzmaßnahmen in kg
bitte nicht angeben und darstellen
Kleinstlebewesen
JA – das ist interessant
Fangstatistiken des Vereins
bitte nicht angeben und darstellen
Amphibien
JA – das ist interessant
Verbote (z.B. keine Zigarettenkippen wegwerfen)
JA – das ist interessant
Lustige Zeichnungen / Comics
JA – das ist interessant
Vereinsinterne Mitteilungen (z.B. Mitgliederzahl)
bitte nicht angeben und darstellen

Hier wird es gefährlich für ein Gewässer!

finde 9 Gefährdungseinflüsse

finde 9 Gefährdungseinflüsse:

Auch der Bieber bedarf unsere Aufmerksamkeit.

Erst ein lebendiges miteinander führt zu einem Gleichgewicht in der Natur/im Gewässer!