Angelpraxis

Unterscheidung Ansitzangeln / Pirschangeln

 

Als Ansitzangeln werden alle Methoden der Grundangelei bezeichnet. Darunter fällt Feederangeln (Winklepicker), Swingtipangeln, Brandungsangeln, Karpfenangeln (Boilieangeln). Das Angeln mit der Pose in stehenden Gewässern gehört ebenfalls in die Kategorie „Ansitzangeln“. Also fallen alle Angeltechniken, bei denen man lange an einem Ort verharren muss, in den Begriff „Ansitzangeln“.

Der Begriff „Pirschangeln“ umfasst alle Angelmethoden, bei denen sich der Angler bewegen muss, um einen Fisch zu erbeuten, z.B. das „Flugangeln“ (Fliegenfischen), Spinnangeln (besser bekannt unter „Blinkern“), das Posenangeln in fließendem Gewässer (die sogenannte „Treibangel“) und das Schleppfischen vom Boot aus.

Bei Posen-, Spinn- und Stippfischen gibt eine Vielzahl von Variationen. Der Angler muss das zu beangelnde Gewässer und die Beißgewohnheiten der sich darin befindenen Fische sehr gut kennen. Diese Erkenntnisse muss er zu der Vielzahl an angebotenen Gerätschaften (Ruten, Bleie, Haken, Wirbel, Köder, etc.) umsetzen, verbinden und zusammenführen. 

Vor dem Angeln kommt erstmal das Beobachten und Pirschen. Fühlen sich Fische an den Plätzen 1-5 wohl (ja/nein)?

 

 

 

 

 

Verbinde mal gedanklich die Zahlen … welchen Fisch wirst Du erkennen?

 

 

 

 


 

Was fressen Fische?

… außer Mais, Würmer, Futterballen und Boilies .. 

  1. Insekten, Kleintiere, manchmal auch Pflanzen, kleinere Fische
  2. ins Wasser gefallene oder gelandete Insekten, kleinere Fische, Amphibien, Krebstiere
  3. Allesfresser, tierisches Plankton, Wasserflöhe, Zuckmücken, Schnecken, Pflanzen, Muscheln
  4. Fische aller Art, auch eigene Artgenossen, Frösche, Vögel und kleinere Säugetiere gehören ebenfalls zu ihrem Beutespektrum, Küken
  5. kleine Bodentiere (Würmer, Krebse, Insektenlarven), gelegentlich auch Fischlaich und pflanzliche Stoffe
  6. Insektenlarven, Schnecken, Muscheln, die Schleienschnecke (Bythinia tentaculata), sowie gelegentlich auch Pflanzen

 


 

Mit welcher Methode würdet Ihr hier angeln? 

Fliegenfischen / Boiliefischen auf Grund / Posenangeln / Angeln mit der Wasserkugel / Angeln auf Grund mit Wurm / Angeln mit Brotflocke

 

 

 

Fliegenfischen / Boiliefischen auf Grund / Posenangeln / Angeln mit der Wasserkugel / Angeln auf Grund mit Wurm / Angeln mit Brotflocke

 

 


 

Das Wagglerfischen

Versucht herauszufinden, welche dieser Posen / Schwimmer ein „Waggler“ ist!

mit sog. Wagglern, das sind besondere Posen/Schwimmer, könnt Ihr vor allem an stillen und langsam fließenden Gewässern sehr fein und erfolgreich fischen.

Waggler: Schwimmer mit einer langen Antenne – eingehängt wird NUR am unteren Ende der Pose. Der dicke, schwere Wagglerkörper steht tief im Wasser, wirkt dort wie ein Pendel und stabilisiert den Schwimmer. Nur seine äußerste Spitze sollte aus dem Wasser ragen.

 

 

Die verschiedenen Angelmethoden

Friedfischangeln:

Grundfischen ist die Art des Angelns, bei der keine Pose (Schwimmer) verwendet wird. Die Bissanzeige erfolgt über die Bewegung der gespannten Schnur. Die Schnur kann auch zum Auslösen eines Tones (Aalglöckchen) dienen. Durch die Schnur können auch die Rutenspitze oder Swingspitze, der Kletteraffe oder diverse Schnurspannsysteme (Swinger) in Bewegung gesetzt werden, die der Bisserkennung dienen.

Posenfischen ist im Grunde genommen eine Art des Grundfischens. Die Pose oder der Schwimmer ist ein Bissanzeiger aus leichten Kunststoff, Holz oder Kork und wird als Laufmontage oder starr an der Angelschnur befestigt. Die Pose erfüllt mehrere Zwecke. Sie ist für den Angler an der Wasseroberfläche sichtbar, sie bewegt sich oder wird unter Wasser gezogen, wenn ein Fisch beißt. Ihre weitere Zweckbestimmung findet die Pose bei der Einstellung des Köders auf eine bestimmte Wassertiefe. Dabei wird der Schwimmer verschiebbar auf der Anglschnur befestigt. Durch das Verschieben des Schwimmers kann somit der Köder am Grund, über Grund oder im Freiwasser angeboten werden. Der Vorteil des Schwimmers ist, dass man durch seine Position erkennt, wo sich der Köder oder der gehakte Fisch gerade befindet. Posen werden für verschiedene Arten von Gewässern und Angeltechniken angeboten. So gibt es heute schon für jeden Fisch eine eigene Form und Größe.

Beim Stippfischen wird eine Angelrute ohne Rolle verwendet. Die Hauptschnur wird am Innengummi der hohlen Rutenspitze dirket angebunden. Die Schnurlänge selbst ist nicht länger als die Rute. Die Ruten können eine Länge von 3 – 16 m aufweisen. Die Stipprute findet ihren Einsatz hauptsächlich beim Fang von Weißfischen. Um dabei einen Biss deutlich erkennen zu können, wird mit speziellen feinen Posen gefischt.

Raubfischangeln:

Spinnfischen ist eine Art des Angelns bei der überwiegend Kunstköder wie Wobbler, Blinker, Weichplastikköder oder Spinner verwendet werden. Spinnfischen, auch Spinnen genannt, kommt aus dem engl. Sprachgebrauch (to spin) und bedeutet drehen, wirbeln, kreisen. Spinnfischen wird vom Boot oder vom Ufer aus praktiziert, wobei das Gewässer nach beißwilligen Fischen abgesucht wird. Neu auf dem Markt sind Spirolino-Posen: Im Grunde sehen sie aus wie normale Posen, aber sie können je nach ihrer Beschaffenheit als Tiefen-/Mittel- oder Überwasserposen verwendet werden und können aufgrund ihres Gewichtes weit ausgeworfen werden.

Flugangeln (Fliegenfischen) ist eine Art des Angelns mit einer besonderen Wurftechnik. Bei dieser Technik übernimmt das Eigengewicht der Flugschnur die Beförderung der Fliege, die als Köder dient.

 

 

 

wie angelst Du richtig - Praxis und Tipps

Grundausrüstung Angeln

Was gehört in einen Angelgerätekasten?

Feederangeln – Was braucht man beim Feederangeln?

Boilieangeln – Was braucht man beim Boilieangeln?

Fliegenfischen

Meeresangeln / Brandungsangeln

Pilken

 

Das Werfen mit der Spinn- und Fliegenrute (Casting)

 

Wer sich mit dem Castingsport befasst, wird mit den verschiedenen Angelgeräten meisterhaft umgehen können, wird die verschiedenen Techniken und Wurfarten beherrschen und vieles leichter meistern können, was sich beim praktischen Angeln am Wasser an Hindernissen auftut.

Der wünschenswerte „Nebeneffekt“ des Casting liegt zweifelsohne auf dem Gebiet der praktischen Ausbildung der Angler, vor allem in der einwandfreien Handhabung der Angelgeräte und in der Technik – die Grundschule der Angelfischerei. Casting ist hierbei die ideale Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen in den Angelvereinen und Jugendgruppen die richtige Handhabung ihrer Angeln spielerisch näher zu bringen. Der Umgang mit dem Gerät kann hier geübt, vertieft und ausgebaut werden.

Das Wort „Casting“ kommt aus dem englischen und bedeutet „das Werfen“ und  wurde in Deutschland auch erst mit der Castingbestimmung 1971 eingeführt.

Man wird wurfsicherer und kann somit auch am Fischwasser ganz spezielle Standplätze der Fische gezielt anwerfen, die ein ungeübter Fischer nie erreichen würde.

Fisch verwerten und verarbeiten

Fisch im Allgemeinen und selbstgefangener Fisch im Besonderen ist eines der besten Lebensmittel, die es gibt. Und so sollte es auch behandelt werden – wertvoll und schätzenswert.

Lebewesen Fisch – Lebensmittel Fisch

Ein erlebnisreicher Angeltag in der freien Natur, der dann auch noch mit einem selbstgeangelten Fisch belohnt worden ist, kann mit der Zubereitung und dann mit dem Genuss des Schuppenwildes auf dem Teller belohnt und gekrönt werden.

Schon nach dem Drill beginnt die richtige Verwertung.

 

Warum verdirbt Fisch?

Verdorbener Fisch hat immer etwas mit Mikroorganismen zu tun. Mikroorganismen sind Kleinstlebewesen, die wir nur unter einem Mikroskop erkennen können. Sie sind überall dort, wo sie einen guten Nährboden finden, also Nahrung für sich – und zwar an den Händen, Lebensmitteln, Werkzeugen, Arbeitsflächen, Türklinken, Handtüchern und vieles mehr.

Oberstes Gebot: Sauberkeit und Kühlung!

Daher ist immer zu beachten (nur beispielhaft und nicht vollständig)

  • den Fisch schnell betäuben und ausbluten lassen (Fischqualität)
  • schlachten auf keimarmer Unterlage
  • geschlachteten Fisch nicht im Wasser liegen lassen (lagern)
  • Fisch nicht am Wasser filetieren oder häuten (Sauerstoff kommt ans Fleisch)
  • Fisch immer kühl halten (Kühlbehälter) oder in ein nasses sauberes Tuch wickeln und in den Schatten legen (Verdunstungskälte)
  • sauberes Werkzeug
  • saubere Hände
  • sauberes Wasser zum Reinigen
  • Abtrocknen der Hände und des Fisches bei der Zubereitung immer mit Einwegtüchern
  • entnommene Innereien nicht mit dem gesäuberten Fisch zusammenlegen
  • schnellstmöglich versorgen (einfrieren, verarbeiten)
  • beim Zubereiten auf die richtige Kerntemperatur achten (70 °C bis 80 °C)
  • nicht auf den Fisch oder die zubereitete Speise husten oder niesen

Lerne, was für Dich als Fischer wichtig ist.

Du entscheidest

wann und wo Du lernen willst. Die moderne Technik ermöglicht es Dir zu lernen, wann und wo es für Dich am besten ist.

Du bestimmst die Reihenfolge

Alle Lernmodule kannst Du auch mehrmals durchlaufen. So lernst Du auch beim beantworten der Fragen.

Du hast den Überblick

Jede Antwort von Dir wird kommentiert, so dass Du immer noch mal was dazulernen kannst. Probier es gleich mal aus.